Anhörung zu 68. Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Betriebe am 20.04.2026 im Abgeordnetenhaus von Berlin

Am 20. April 2026 war Johannes ‚ijon‘ Rundfeldt, Gründer und Sprecher der unabhängigen AG KRITIS, in der Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Abgeordnetenhaus von Berlin als Sachverständiger zum Thema „Widerstandsfähigkeit des Berliner Stromnetzes erhöhen“ geladen.

Zu den angepriesenen Scheinmaßnahmen zur Verbesserung der Versorgungsresilienz stellen wir klar:

Zur Wirksamkeit von Videoüberwachung muss ich auch noch sagen, wenn man vorhat als Saboteur ein Stadtviertel lahm zu legen, dann wird eine Kamera [einen] davon nicht abhalten.

Den technischen Lösungsansatz haben wir im Januar bereits in einem Fachbeitrag beschrieben.

Das N-1 Prinzip ist vielleicht die wichtigste Botschaft, die ich heute für Sie habe. An neuralgischen Punkten müssen wir uns die Frage stellen, ob es nicht n-2 sein soll und vor allen Dingen, und darauf möchte ich meinen Fokus legen, wir brauchen Georedundanz statt Redundanz. Vorfälle in Grünheide und die Vorfälle in Steglitz-Zehlendorf haben gezeigt, dass dort das N-1 Prinzip eingehalten war. Da gab es die zweite Leitung, aber diese war baulich direkt neben der Ersten verbaut. Wenn da ein paar Meter Platz zwischen gewesen wären, wären beide Vorfälle nicht zum Versorgungsausfall geworden.

Die Anhörung im Berliner Ausschuss WiEnBe ist öffentlich verfügbar. Das Beschlussprotokoll und die Aufzeichnung sind hier verlinkt.