Konzept zur Steigerung der Bewältigungskapazitäten in Cyber-Großschadenslagen

Während im klassischen Katastrophenfall die überwiegend ehrenamtlichen Helfer der privaten Hilfsorganisationen und im weiteren die behördlichen Einrichtungen für den Schutz der Bevölkerung zur Verfügung stehen und gewährleisten, dass auch in außergewöhnlichen Situationen ausreichende Hilfe zur Verfügung steht, existieren ehrenamtliche Strukturen für digitale Katastrophenfälle bislang nicht.

Die quantitative Zunahme von IT und OT, deren lange Betriebsdauer, die hohe Geschwindigkeit des technischen Fortschritts und die immer stärkere Vernetzung der Systeme vergrößern jeweils für sich die Eintrittswahrscheinlichkeit einer großflächigen oder sogar katastrophalen Störung unserer lebensnotwendigen und damit Kritischen Infrastrukturen.

In Deutschland gibt es aktuell fast 2.000 Kritische Infrastrukturen. Dem gegenüber stehen etwa 15 hauptamtliche Mitarbeiter des BSI MIRT, die im Krisenfall unter Umständen auf ein niedriges Vielfaches dieser Zahl aufgestockt werden können. Um bei Schadenslagen, deren Größe und potentielle Auswirkungen die Kapazitäten der Behörden übersteigen, trotzdem schnelle Hilfe zur Wiederherstellung der kritischen Dienstleistungen bereitstellen zu können, müssen sich unserer Ansicht nach auch zivile Helfer organisieren und ihre Kräfte bündeln, analog zu den bereits existierenden Hilfsorganisationen auf anderen Gebieten.

Die AG KRITIS strebt daher die Gründung eines Cyber-Hilfswerks (CHW) an. Das „Konzept zur Steigerung der Bewältigungskapazitäten in Cyber-Großschadenslagen“ kann über den nachfolgenden Link abgerufen werden:

Konzeptpapier herunterladen

 

Erstmals wurde das Konzept für ein Cyber-Hilfswerk am 07.02.2020 auf der DefensiveCon in Berlin vorgestellt.

DefensiveCon Vortragsseite CyberHilfsWerk – Konzeption für eine Cyberwehr 2.0 und Foliensatz hier verfügbar.